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Fairtrade Baumwolle

Erste Textil-Einzelhandelskette setzt ein Zeichen für Fairen Handel

Saarbrücken, 12. April 2010: Seit Montag gehört die Fairtrade-Stadt Saarbrücken zu einer der 125 Städte in Deutschland, Österreich und Luxemburg, in denen Kunden und Kundinnen der Adler-Modemärkte T-Shirts aus Fairtrade-Baumwolle kaufen können. Damit ist Adler die erste Textil-Einzelhandelskette in Deutschland, die in ihrem Sortiment dauerhaft auf den Fairen Handel setzt.

„Gerade in der Textil- und Baumwollindustrie ist es wichtig ein Zeichen für soziale Verantwortung zu setzen“, sagte Dieter Overath, Geschäftsführer von TRANSFAIR. „Durch die Neueinführung bei Adler können die Lebensbedingungen von vielen Baumwollbauernfamilien in Indien verbessert werden.“ Fairtrade - für Adler eine schlüssige Entscheidung.Die Firmen-Philosophie der Adler Modemärkte schließt ökologische und soziale Nachhaltigkeit mit ein, daher war der Schritt zu Fairtrade eine schlüssige Entscheidung.

„Wir glauben, dass Unternehmen und alle denen es gut geht, als Teil der Gesellschaft auch Verantwortung für diese übernehmen sollten. Das schließt eben auch das Engagement für die Produzenten unserer Kleidung, die wir täglich tragen, mit ein“, so Lothar Schäfer, CEO Adler Modemärkte GmbH.Fairtrade-Baumwolle eine Bereicherung für Saarbrücker Bürger In der ersten Fairtrade-Stadt Saarbrücken wird das Engagement von Adler besonders begrüßt, denn Saarbrücker und Saarbrückerinnen können jetzt auch beim Einkauf von Kleidung auf das Fairtrade-Siegel achten.

Kajo Breuer, Leiter des Umweltdezernats der Stadt Saarbrücken, hofft auf Nachahmer: “Wir würden uns freuen, wenn das Engagement von Adler auch andere Unternehmen in Saarbrücken motiviert, fair gehandelte Produkte ins Sortiment aufzunehmen.“ Teurer Rohstoff  arme Bauern „Baumwolle - ein Rohstoff, der so teuer ist wie selten zuvor,“ dies berichten Medien und die Bremer Baumwollbörse.

Doch auch wenn sich der Preis an der Börse für Baumwolle nach oben entwickelt, ist dies bei den Bauern und Bäuerinnen in den Produzentenländern nicht überall zu spüren. Während in Indien die Preise gestiegen sind, blieb der lokale Marktpreis in Burkina Faso Westafrika auf dem gleichen Level, trotz Ernteausfällen durch Überschwemmungen.

 

 

Für Bauernfamilien, die durch den starken Regen neben ihren Unterkünften auch den Großteil ihrer Ernte verloren haben, bedeutet das den wirtschaftlichen Ruin. Sichere Zukunft und verbesserte Arbeitsbedingungen Dank Fairtrade Bei Fairtrade ist dies anders: Durch den Fairen Handel können sich die Baumwoll- Produzenten auf einen festen Mindestpreis verlassen.

Zusätzlich wird eine Fairtrade- Prämie an die Kooperativen ausgezahlt, die für Gemeinschaftsprojekte ausgegeben wird. Für die Menschen vor Ort bedeutet das neben der Tatsache, dass sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessern, auch die Möglichkeit planbar in die Zukunft zu investieren. Die Baumwolle der Adler-T-Shirts stammt von Bauern und Bäuerinnen der Kooperative Agrocel in Indien.

Seit 2005 ist die Kooperative Fairtrade-zertifiziert. Die ersten Projekte, die Dank der Fairtrade-Prämie getätigt werden konnten, waren Investitionen in die Gesundheitsvorsorge für die Mitglieder der Organisation und ein spezielles Gesundheitsprogramm für Schulkinder. Durch die Einführung bei Adler können die Bauernfamilien jetzt noch mehr Baumwolle über den Fairen Handel verkaufen und neue Projekte in Angriff nehmen. Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette.

Beim Fairen Handel werden auch die anderen Beteiligten der Lieferkette nicht außen vor gelassen. „Alle anderen Hersteller innerhalb der Produktionskette wie Spinnereien, Webereien oder Konfektionäre müssen sich an soziale Standards halten. Sie verpflichten sich, die anerkannten Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einzuhalten“, erklärte Dieter Overath. „Wir alle tragen täglich Kleidung und fragen uns doch nur selten, unter welchen Bedingungen diese entstanden ist“, so Overath. „Wer beim Kauf von Textilien auf das Fairtrade-Siegel achtet, kann ohne großen Aufwand ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit setzen.“

 

 

Hintergrund TransFair e. V.

Als unabhängige Organisation handelt TRANSFAIR e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TRANSFAIR wird von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt.

Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1.000 Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen und Textilien aus Fairtrade- Baumwolle an. Die Fairtrade-Produkte sind in über 30.000 Supermärkten, in den Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser, im Naturkosthandel und in allen Weltläden erhältlich.

Darüber hinaus schenken rund 15.000 Kantinen, Cafe‘s, Mensen und Hotels fair gehandelten Kaffee und andere Produkte aus. Für die Verbindung sozialer und ökologischer Standards erhielt TRANSFAIR e.V. den „Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2009“ in der Kategorie nachhaltigste Produkte/Dienstleitungen.

Hintergrund Adler Modemärkte GmbH Das Traditionsunternehmen Adler, das dieses Jahr sein 60 jähriges Firmenjubiläum feiert, ist mit über 130 Modemärkten und knapp 6000 Mitarbeitern in Deutschland, Österreich und Luxemburg eine der größten deutschen Textilhandelsketten. Am 1. März 2010 hat Adler erfolgreich seinen Online-Shop gelauncht und die Fairtrade- Shirts sind Teil des umfangreichen Sortiments. Adler steht für Mode für die ganze Familie zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis.

Für weitere Fragen:

Doris Dober, Detailed Communication, Kaiserswerther Straße 25, 40477 Düsseldorf,

Tel. +49 (0)211 749679-0, Fax 0211 749679-34, E-Mail info@dddc.de

Fairtrade Towns

Über 1.000 Fairtrade Towns gibt es mittlerweile weltweit, nunmehr auf allen Kontinenten. Darunter auch die ersten Fairtrade Towns in Fairtrade-Produzentenländern: Alfenas in Brasilien, Perez Zeledon in Costa Rica und New Koforidua in Ghana.

In Deutschland startete die Kampagne im Januar 2009, bereits im April wurde Saarbrücken als erste Stadt ausgezeichnet. Fairtrade-Towns bringt unterschiedliche Akteure aus Politik, Handel und Zivilgesellschaft zusammen, die häufig so noch nie zusammengearbeitet haben. Daraus ergeben sich völlig neue Formen von Kooperationen. Und natürlich wächst die Bewegung auf globaler Ebene ebenso weiter: Kürzlich wurde die Kampagne in Polen, Tschechien, Luxemburg und Ungarn gestartet.

Auch den direkten Austausch mit den Ländern des Südens beflügelt die Kampagne. Eines der Vorzeigeprojekte ist dabei das EU-finanzierte Projekt „Aware & fair“, das die Stadt Hannover mit ihrer Partnerstadt Blantyre in Malawi sowie Litomerice in Tschechien, Posznan in Polen und Mijkolsc in Ungarn initiiert hat. Ein Ergebnis soll eine Fairtrade-Partnerschaftsschokolade sein mit Zucker aus Malawi.

Robert Kawiya, Ansprechpartner in der Stadt Blantyre betont: „Das Projekt wird zur Armutsreduzierung und zu ausgewogenerer Ernährung in Blantyre und Umland führen. Die Bauern werden in die Lage versetzt, ihre bisherige Tabakmonokultur aufzuheben und andere Produkte anzubauen. Und die Kooperative nutzt die Fairtrade-Prämie zum Schulbau, für Wiederaufforstungsprogramme und Schulbildung speziell für Mädchen“.

Wie dieses Engagement in Hannover und anderswo aussieht, mit welchen pfiffigen Ideen und immer neuen Aktionen sich Kommunen, Einzelhandel, Gastronomie, Kirchen, Vereine und Schulen an der Kampagne beteiligen, und wie sie es schafften, die notwendigen Kriterien zu erfüllen – all das zeigt diese Broschüre in Schlaglichtern und kurzen Geschichten. Als Dank an die Kommunen, die bereits zur ständig wachsenden Fairtrade Town Familie gehören – und zugleich als Ermunterung und Anregung für alle, die noch mitmachen möchten.